Eine Terrassenüberdachung aus Glas ist für viele Hausbesitzer der Inbegriff von Wohnkomfort im Freien. Sie bietet Schutz vor Regen und Wind, lässt aber gleichzeitig das natürliche Tageslicht ungehindert in die angrenzenden Wohnräume fließen. Doch wer schon einmal an einem heißen Junitag unter einem ungeschützten Glasdach gesessen hat, kennt das Problem: Der Glashauseffekt sorgt schnell für unangenehme Temperaturen.
Die Lösung für dieses Problem ist die Kombination eines Glasdachs mit einer passgenauen Markise. Dieses Duo verwandelt Ihre Terrasse in einen multifunktionalen Raum, der bei jedem Wetter genutzt werden kann. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die verschiedenen Systeme, die Vorteile namhafter Hersteller und worauf Sie bei der Planung achten sollten.
Warum die Kombination aus Glas und Markise unschlagbar ist
Ein reines Glasdach bietet zwar Schutz vor Nässe, aber keinen Schutz vor UV-Strahlung oder Hitze. Sobald die Sonne direkt auf die Glasflächen trifft, heizt sich die Luft darunter massiv auf. Eine integrierte Markise schafft hier Abhilfe und bietet flexible Steuerungsmöglichkeiten für Licht und Schatten.
Durch die Kombination beider Elemente gewinnen Sie maximale Flexibilität. An kühleren Frühlingstagen nutzen Sie die passive Solarwärme unter dem Glas, während Sie im Hochsommer per Knopfdruck für kühlenden Schatten sorgen. Dies schützt nicht nur Ihre Haut, sondern verhindert auch das Ausbleichen Ihrer Gartenmöbel.
Schutz vor Witterung und UV-Strahlung
Moderne Markisenstoffe sind heute so konzipiert, dass sie einen hohen UV-Schutz bieten. In Verbindung mit Verbundsicherheitsglas (VSG) des Daches entsteht ein sicherer Rückzugsort für die ganze Familie. Selbst bei einem plötzlichen Sommerregen können Sie draußen sitzen bleiben, da das Glasdach Sie trocken hält, während die Markise eingefahren werden kann oder unter dem Glas geschützt bleibt.
Aufglas- vs. Unterglasmarkisen: Die Unterschiede
Bei der Planung einer Terrassenüberdachung mit Sonnenschutz stehen Sie vor der Wahl zwischen zwei grundlegenden Systemen: der Aufglasmarkise und der Unterglasmarkise. Beide Varianten haben spezifische Vorzüge, die je nach Ausrichtung der Terrasse und persönlichem Geschmack abgewogen werden sollten.
Die Aufglasmarkise (WGM)
Wie der Name schon sagt, wird dieses System oberhalb des Glases montiert. Der entscheidende Vorteil: Die Sonnenstrahlen werden abgefangen, bevor sie das Glas passieren können. Dadurch wird die Hitzeentwicklung unter dem Dach am effektivsten reduziert.
Aufglasmarkisen sind jedoch der Witterung direkt ausgesetzt. Hochwertige Modelle verfügen daher über robuste Kassetten, die das Tuch im eingefahrenen Zustand vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen. Zudem sind sie oft mit Wind- und Regensensoren ausgestattet, die die Markise bei Sturm automatisch einfahren.
Die Unterglasmarkise (UGM)
Diese Variante wird unterhalb der Glasfläche montiert. Da das Tuch durch das Glasdach geschützt ist, bleibt es dauerhaft sauber und trocken. Unterglasmarkisen sind oft filigraner gestaltet und lassen sich optisch sehr dezent in die Sparrenkonstruktion integrieren.
Zwar gelangt die Wärme hier erst einmal durch das Glas, doch durch moderne, reflektierende Stoffe lässt sich auch hier ein sehr guter Hitzeschutz erzielen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Langlebigkeit, da mechanische Teile und Stoffe keinerlei Witterungseinflüssen ausgesetzt sind.
Führende Hersteller im Überblick
Wenn es um Qualität und Langlebigkeit geht, setzen viele Fachbetriebe auf etablierte Marken. Hersteller wie Weinor, Erhardt und Klaiber bieten spezialisierte Lösungen für Glasdach-Markisen-Kombinationen an, die durch technisches Know-how und ansprechendes Design überzeugen.
- Weinor: Bekannt für das Modell WGM Top, bietet Weinor extrem windstabile Lösungen mit einer riesigen Auswahl an Tuchdesigns. Die Integration von LED-Beleuchtung in die Profile ist hier ein beliebtes Extra.
- Erhardt Markisen: Erhardt bietet mit der TM-Serie Unterglasmarkisen an, die besonders für große Flächen geeignet sind. Die Systeme zeichnen sich durch eine hohe Laufruhe und exzellente Verarbeitung aus.
- Klaiber: Mit Modellen wie der Arnex bietet Klaiber Lösungen, die speziell für die Beschattung von Glasdachsystemen entwickelt wurden und durch eine sehr kompakte Bauweise bestechen.
Technische Details und Ausstattungsmöglichkeiten
Eine moderne Terrassenüberdachung ist heute weit mehr als nur ein Gestell mit Glas. Die technische Ausstattung entscheidet maßgeblich über den Bedienkomfort. Die meisten Systeme lassen sich heute bequem per Funkfernbedienung oder sogar per Smartphone-App steuern.
Automatisierung und Sensoren
Um Ihr Equipment zu schützen, empfiehlt sich der Einsatz von Sonnen- und Windwächtern. Diese Sensoren messen die Lichtintensität und die Windgeschwindigkeit. Wird es zu stürmisch, fährt die Markise automatisch ein, um Schäden zu vermeiden. Scheint die Sonne intensiv, fährt sie aus, um die darunter liegenden Räume kühl zu halten.
Beleuchtung und Heizstrahler
Damit die Terrasse auch in den Abendstunden oder in der Übergangszeit genutzt werden kann, lassen sich viele Glasdächer mit integrierten LED-Spots oder Lichtleisten ausstatten. In Kombination mit Infrarot-Heizstrahlern wird die Terrasse so zum ganzjährigen Wohnzimmer-Ersatz.
Kostenfaktoren und Planungstipps
Die Investition in ein Glasdach mit Markise ist eine langfristige Wertsteigerung für Ihre Immobilie. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe der Fläche, der Wahl des Materials (Aluminium ist Standard für Langlebigkeit) und dem gewünschten Automatisierungsgrad.
- Baugenehmigung prüfen: Bevor Sie mit der Planung beginnen, sollten Sie klären, ob für Ihre Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung erforderlich ist. Die Regelungen variieren je nach Bundesland.
- Ausrichtung beachten: Eine Südterrasse benötigt zwingend einen leistungsstarken Hitzeschutz (eher Aufglas), während bei einer Ost- oder Westausrichtung oft eine Unterglaslösung ausreicht.
- Fachberatung nutzen: Ein Aufmaß vor Ort durch einen Experten ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Konstruktion statisch sicher ist und die Markise perfekt schließt.
Fazit für Ihre Terrassengestaltung
Ein Glasdach mit Markise bietet die perfekte Balance zwischen Offenheit und Schutz. Während das Glasdach die Nutzbarkeit Ihrer Terrasse bei Regen garantiert, sorgt die Markise für das nötige Wohlfühlklima an sonnigen Tagen. Durch die Wahl hochwertiger Komponenten von Marken wie Weinor oder Erhardt stellen Sie sicher, dass Sie viele Jahre Freude an Ihrer Anlage haben.
Beginnen Sie jetzt mit der Detailplanung und lassen Sie sich von einem Fachpartner beraten, welches System am besten zu Ihrer Architektur und Ihren Bedürfnissen passt. So steht entspannten Stunden im Freien nichts mehr im Weg.